30. April 2015 - Feuerwehren Boxhofen und Preinsbach feierten Florianimesse

Tausende Mostviertler Feuerwehrer feiern rund um den Gedenktag des Heiligen Florian (4. Mai) die Florianimesse. Sie danken, dass bei den Einsätzen – hoffentlich - alles gut gegangen ist; sie beten für ihre verstorbenen Kameraden und bitten, dass auch im nächsten Jahr wieder alles passt.


Seit Jahrzehnten feiern die beiden Amstettner Wehren Boxhofen und Preinsbach gemeinsam die Florianimesse – und zwar in einer der ältesten Kirchen Niederösterreichs, der St. Agathakirche in Eisenreichdornach aus dem 9. Jahrhundert. Mehrere Kameraden hatten besonderen Grund zu bitten: Sie wollen am nächsten Wochenende in der Landesfeuerwehrschule Tulln das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold (FLA) schaffen, bekannt auch als „Feuerwehrmatura“. Diese werden übrigens im FF Haus Preinsbach ausgebildet. Feuerwehrkurat und Pfarrer Peter Bösendorfer. Er dankte den Florianis für ihren freiwilligen Einsatz. Durch den Glauben an Gott wüssten wir, dass diese Welt in der wir hier leben, nicht alles sei und dass es Wichtigeres gebe als Geld und eigenes Wohlergehen. Aus dieser Sicht heraus könnten Feuerwehrleute neue Kraft schöpfen, die man für diesen Dienst brauche. Für die Gemeinde Amstetten nahm Dieter Funke teil.

Das Leben des heiligen Florian

Die Leidensgeschichte des heiligen Florian (Passio Floriani, spätes 8./frühes 9. Jh.) erzählt uns sein Martyrium. Florian war dieser Überlieferung nach bereits pensionierter Kanzleivorstand und lebte in Aelium Cetium (Sankt Pölten). In der Zeit der Christenverfolgung (303–304) unter Kaiser Diocletian kam Statthalter Aquilinus nach Lauriacum (das heutige Lorch in Enns), um die Christen auszuforschen. 40 Christen wurden ergriffen und nach vielen Martern eingesperrt. Florian erfuhr davon und eilte nach Lauriacum, um ihnen beizustehen. In Lauriacum wurde er aber von seinen ehemaligen Militärkameraden aufgegriffen und verhaftet, weil er sich als Christ bekannte, und vor den Statthalter Aquilinus geführt. Da er sich weigerte, dem christlichen Glauben abzuschwören, wurde er mit Knüppeln geschlagen und seine Schulterblätter wurden mit geschärften Eisen gebrochen. Schließlich wurde er zum Tod verurteilt und am 4. Mai 304 mit einem Stein um den Hals (später ist daraus ein Mühlstein geworden) von einer Brücke in die Enns gestürzt. Vor seiner Hinrichtung betete Florian eine Stunde, sodass die Soldaten Ehrfurcht erfasste und sie sich scheuten, das Todesurteil zu vollstrecken. Ein wütender junger Mann stieß ihn schließlich von der Brücke hinab in den Fluss. So starb Florian und auch die 40 Bekenner starben im Kerker.

 

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